Festspiele Wangen
Freilichttheater in Traumkulisse
Ein lauer Wind weht durch die Gassen der Altstadt, ein Käuzchen ruft in den Abend hinein, am nachtblauen Himmel leuchtet der Mond - was für eine Kulisse für die Festspiele Wangen! So eine besondere Stimmung kann man auch mit modernster Technik nicht nachzaubern. Unter dem neuen Künstlerischen Leiter Jens Schmidl werden dieses Jahr folgende Stücke aufgeführt:
Venedig im Schnee
Turbulente Beziehungskomödie und bissige Gesellschaftssatire – eine humorvolle Therapiestunde, in der man lacht und sich selbst erkennt.
Natalie und Jean-Luc planen ihre Hochzeit und sanieren gleichzeitig ihre Pariser Altbauwohnung. Am Abend erwarten sie Christophe und seine Freundin Patricia, die sie noch nicht kennen. Patricia hat aber keine Lust auf ein Abendessen, bei dem sie eh‘ niemand kennt. Auf dem Weg dorthin streiten die beiden heftig. Wütend beschließt sie, den ganzen Abend kein Wort zu sagen, was dazu führt, dass die Gastgeber sie für eine Ausländerin halten. Sie zeigen Mitleid und wollen ihr etwas Gutes tun. Als Patricia das Missverständnis erkennt, macht sie sich einen Spaß daraus: Sie spricht plötzlich in einer Fantasiesprache und erfindet sich ein Heimatland namens Chouwenien. Während Christophe vor Scham am liebsten im Boden versinken möchte, genießt Patricia die absurde Situation und der Abend zu viert verläuft völlig anders als erwartet …
Beziehungskomödie oder Gesellschaftssatire? Beides. Stücke wie „Venedig im Schnee“ seien Therapiestunden, hieß es einmal, denn auf die Couch gebeten würde die ganze Wohlstandsgesellschaft. So dürfen sich die Zuschauer in dieser turbulenten und tiefgründigen Komödie selbst erkennen, kräftig mitlachen, aber auch ins Nachdenken kommen.
Die Regisseurin über das Stück: „Venedig im Schnee hat mich sofort begeistert – weil es mit einem kleinen Missverständnis beginnt und daraus ein herrlich großes Chaos entstehen lässt. Ich liebe Stücke, die zeigen, wie schnell wir uns in unseren eigenen Vorstellungen verheddern – und dabei fest davon überzeugt sind, völlig im Recht zu sein. Mich reizt besonders, wie fein der Humor hier gestrickt ist: Ein Blick, eine Pause, ein falsch verstandenes Wort – und schon nimmt der Abend eine unerwartete Wendung. Darin liegt Charme der Komödie. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Ensemble diese erstaunlich menschlichen Momente zu entdecken. Denn vielleicht erkennen wir uns alle ein kleines bisschen wieder – hoffentlich mit genug Humor, um darüber zu lachen.“
Premiere: 29.07.2026, 19.30 Uhr
weitere Aufführungen: 01.08. bis 22.08.2026
immer Mittwoch bis Samstag, Beginn: 19.30 Uhr (mit Pause):
29.07. | 01.08. | 05.08 | 06.08. | 08.08. | 12.08. | 13.08. | 14.08. | 15.08. | 19.08. | 20.08. | 21.08. | 22.08.
außer 07.08, hier findet ein Kurzauftritt im Rahmen der Kulturnacht statt.
Beginn: 19.30 Uhr, Stückdauer ca. 2 Stunden inkl. Pause
Es besteht die Möglichkeit, vor dem Stück und während der Pause Getränke und Essen zu kaufen.
Die Bremer Stadtmusikanten
Familienstück von Philipp Löhle nach dem Märchen der Gebrüder Grimm
Musik von Florian Schmidt-Gahlen
Wer kennt es nicht, das Grimm’sche Märchen von den vier Tieren, die die Räuber überlisten. Ein lahmer Esel, ein müder Hund, eine zahnlose Katze und ein alter Hahn beschließen zusammenzubleiben und Stadtmusikanten in Bremen zu werden. Sie sind sich sicher: „Etwas Besseres als den Tod finden wir allemal.“ Denn der droht, weil ihre Besitzer sie verjagt haben. Auf ihrem Weg nach Bremen erleben die „Rentner“ allerhand Abenteuer und landen auf der Suche nach einem Nachtlager in einer alten Waldhütte. Die aber schon besetzt – und zwar von Räubern, die allerdings auch nicht mit den Tieren gerechnet haben.
Das Stück „für sprechende Tiere und grummelnde Menschen“ wirbt empathisch mit Situationskomik und Wortwitz für mehr Zwischenmenschlichkeit in unserer stark leistungsorientierten Welt. Und zeigt, dass dort Gemeinschaft und Hoffnung entsteht, wo sich Gleichgesinnte zusammentun. Jeder kann was anderes, alle sind nützlich. Die Tiere stehen auch für soziale Gerechtigkeit und den Mut, gemeinsam gegen Unterdrückung aufzustehen.
Ab 5 Jahren, Dauer ca. 70 Minuten, ohne Pause
Der Regisseur über das Stück: „Ich bin überzeugt, dass Löhles Bremer Stadtmusikanten perfekt zu den Festspielen Wangen passen, weil sie ein bekanntes Märchen in eine lebendige, heutige Geschichte verwandeln. Das Stück macht Mut, verbindet Generationen und verspricht einen ebenso unterhaltsamen wie berührenden Theaterbesuch. Ich mag die Bremer Stadtmusikanten sehr, da das Stück mit Witz und Herz von Mut, Gemeinschaft und Aufbruch erzählt. Diese Geschichte erreicht Kinder ebenso wie Erwachsene und entfaltet gerade unter freiem Himmel eine besondere Kraft – also perfekt für Wangen.“
Premiere: 31.07.2026 / 14 Uhr
weitere Aufführungen: 01.08. bis 23.08.2026
jeweils Donnerstag bis Samstag, Beginn 14 Uhr (neue Uhrzeit)
01.08. | 06.08. | 07.08. | 08.08. | 13.08. | 14.08. | 15.08. | 20.08. | 21.08 | 22.08.
Sonntag, Beginn 11 Uhr
02.08. | 9.08. | 16.08. | 23.08.
Es besteht die Möglichkeit, vor dem Stück und während der Pause Getränke und Essen zu kaufen.
HINWEIS: Die Tribüne ist nicht vollständig überdacht, bitte schützen Sie sich und Ihre Begleitung ausreichend vor der Sonne! Bei Regen findet die Veranstaltung in der Stadthalle statt, hier gilt freie Platzwahl.